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7. Mittsommerfest in Höhenberg/Vingst (HöVi)

VCDAngesichts der weiterhin prekären Haushaltslage der Stadt Köln muss jede zusätzliche Ausgabe besonders streng geprüft werden. Die Stadt steht weiterhin kurz vor einer Haushaltssperre. Beigeordneter Egerer ist deshalb verpflichtet, alle Ausgaben zu vermeiden, die nicht zwingend erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund verbieten sich kostenintensive Ersatz- oder Übergangslösungen, sofern sie für die Aufrechterhaltung der notwendigen Infrastruktur nicht unabweisbar sind.

Hinzu kommt, dass die Bezirksvertretung Mülheim selbst dafür verantwortlich ist, dass nun gar keine Brücke realisiert wird. Mit der Ablehnung der sachgerechten Variante einer Brücke ausschließlich für den Fuß- und Radverkehr wurde nach Meinung des VCD bewusst das Risiko in Kauf genommen, am Ende ohne jede Brückenlösung dazustehen. Die maßgeblichen Fakten und Folgen dieser Entscheidung lagen im Vorfeld auf dem Tisch. Wer die jetzige Situation kritisiert, darf diese politische Verantwortung daher nicht ausblenden.

Rückkehr zur sachlichen Debatte gefordert

Erst nach dieser Einordnung ist über die verkehrliche Bedeutung der Brücke für den motorisierten Individualverkehr zu sprechen. Bei aller nachvollziehbaren Verärgerung über den Wegfall der Verbindung sollte die Debatte sachlich geführt werden. Der zusätzliche Umweg für manche der betroffenen Autofahrer ist bedauerlich, im Ergebnis aber grundsätzlich zumutbar.

Zwei wichtige Punkte kommen nach Meinung des VCD in der aktuellen Situation bislang zu kurz:

  • die Orientierung aus der Siedlung heraus erfolgt eindeutig in Richtung Berliner Straße
  • zu einem nicht unerheblichen Teil handelt es sich bei dem bisherigen Brückenverkehr um Durchgangsverkehr zwischen Dünnwald-Höhenhaus Richtung Stammheim-Flittard – die Anwohner, die bislang unter diesem Durchgangsverkehr gelitten haben, dürften nun aufatmen

Ein Umweg stellt nicht automatisch eine untragbare Belastung dar, insbesondere wenn er zeitlich begrenzt ist und eine wirtschaftlich vertretbare Entscheidung ermöglicht. Dazu kommt, dass es bei jeder neuen Verkehrssituation eine gewisse Zeit dauert, bis sich die Betroffenen darauf eingestellt und mögliche Alternativen ergriffen haben. Damit ist auch am Flachsrosterweg zu rechnen.

Realistische Betrachtung der Größenordnung

Zudem sollte die Größenordnung realistisch betrachtet werden: Die Zahl der unmittelbar Betroffenen ist vergleichsweise gering. Das Anliegen dieser Bürgerinnen und Bürger ist ernst zu nehmen, darf jedoch nicht so dargestellt werden, als werde ein erheblicher Teil der Stadt in seiner Mobilität eingeschränkt. Infrastrukturentscheidungen müssen stets abwägen, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind und in welchem Verhältnis dies zu Aufwand, Nutzen und finanzieller Tragfähigkeit steht. Vor diesem Hintergrund ist ein vorübergehend längerer Weg eher hinnehmbar als eine Entscheidung, die die Allgemeinheit zusätzlich belastet.

Quelle: www.vcd-koeln.de

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