Erotik & Akt in der Gegenwartskunst - Manfred Schüler

Die Galerie-Graf-Adolf präsentiert in der Zeit vom 20.08.2011 bis zum 03.09.2011 Kunstwerke zum Thema Erotik und Akt. Die Ausstellung ist nur für Besucher ab 18 Jahren geöffnet. Somit werden Arbeiten gezeigt, die in öffentlichen Räumen sonst nicht zu sehen sind. Wir stellen die 13 teilnehmenden Künstler im Einzelnen vor :

 

Manfred.Schler_Portrait1MANFRED  SCHÜLER  - Malerei, Zeichnung, Objekt, Rauminstallation


1949  bei Magdeburg geboren
1976-84  Studium der „Freien Kunst“ an der Fachhochschule für Kunst & Design, Köln
1984- 87  Meisterschüler bei Professor Pravoslav Sovac
Seit 1977  zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland

 

In der christlichen Morallehre gilt Sexualität als Sünde, Befleckung und Quelle des Bösen. Dieser Auffassung rückt Manfred Schüler ironisch und lustvoll zu Leibe. Mit leuchtenden Farben und flinken Strichen spürt er erotischen und sexuellen Fantasien nach. Ich habe mit ihm gesprochen :

Was macht ein sinnlich- erotisches Bild für Dich aus ?
Es verhält sich wie bei einer Frau : Entweder finde ich sie erotisch oder ich finde sie nicht erotisch. Deshalb habe ich auch keine Schablone dafür.

Welchen Stellenwert nimmt die erotische Kunst in deinem Werk ein ?
Sie nimmt in meinem Werk einen geringen Stellenwert ein. Die Serie „Sympathy for the Devil“ war nur ein Ausflug ins Erotik-Genre. Normalerweise setze ich mich malerisch und zeichnerisch eher mit Themen wie „Liebe, Tod und andere Kinkerklitzchen“ auseinander.

Wann hast Du Dich das erste Mal mit Akt beschäftigt?
Auf eine noch kindlich- naive Art als heranwachsender Bengel. Zu einer Zeit, als einem noch nicht an jedem Kiosk tausendfach nackte Tatsachen entgegensprangen, zeichnete ich mir meine Traumfrau noch selber. Mit ganz ganz roten Öhrchen.

Was reizt Dich an dieser Darstellungsform ?
Mich reizt daran, dass ich mit meinen Bildern auch noch im 21. Jahrhundert Moralapostel auf dem Plan rufen kann; was allerdings manchmal mit Zensur endete.

Was möchtest Du mit Deinen erotischen Arbeiten ausdrücken ?
Meine Bilder nehmen Bezug zur christlichen Morallehre: die Auffassung von Erotik,die den sexuellen Akt, wenn er nicht ausschließlich der Fortpflanzung dient, mit Befleckung und Beschmutzung gleich setzt. Auf ironische Art möchte ich belegen,dass der Teufel weiß, dass Sex nichts Böses und Unreines ist.

Wie erscheint der Mensch in Deinen Bildern ?
Ich zeige den Menschen als verlorenes und verletzliches Wesen. Wut und Zärtlichkeit sind oft nicht voneinander zu unterscheiden. Die Männer erscheinen meist als teuflische Monstren und die Frauen als deren willige Gespielinnen.

Welche Materialien verwendest Du für Deine Arbeit ?
Meine Arbeit beginnt mit Befleckung des Maluntergrundes. Unter Zuhilfenahme ungewöhnlicher Materialien wie z.B. Kaffee, Rotwein, Blut oder Tee entsteht in mehreren Arbeitsschritten aus flüchtigen Farbtupfern eine Welt bizarrer Körper und Figuren.

Gibt es für Dich eine klare Grenze zur Pornographie?
Pornographie beginnt sowohl in der Bildenden Kunst als auch im Film dort, wo primitive Darstellung und schlechte Qualität vorherrschen und ganz niedrige Instinkte bedient werden.

Danke für das Gespräch!
Dorothea Weisel

Ausstellungsinformationen: EROTIK & AKT in der Gegenwartskunst 

 

 

 

galerielogo200

 

Galerie-Graf-Adolf
Graf-Adolf-Str. 18-20
51065 Köln

info@galerie-graf-adolf.de

www.galerie-graf-adolf.de

 

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