Ausstellungsinformation FARB-STOFFE - neuartige Kombinationen und Erlebnisse

Farb_Stoffe_600pxDüfte auf Leinwand mit Glasskulpturen als Flakons, Menschen in Stoffräumen, Naturmaterialien roter Flora, Aktskizzen digital verfremdet…die Ausstellung Farb-Stoffe stellt fünf Möglichkeiten dar, wie Künstler mit Kombinationen von Elementen umgehen. Die Besucher werden sehen, was sie daraus machen und welche Ausdrücke durch Claudia Weyrich, Jean Paul Raymond, Christian Hein, Susanne Katharina Opheys sowie durch Steffi Schirioth dargestellt werden.

Die Galerie-Graf-Adolf präsentiert in der Gemeinschaftsausstellung „Farb-Stoffe“ in der Zeit vom 09. Januar bis zum 13. Februar 2010 Malerei auf Leinwand und Textilien, Skulpturen und Digital Arts. Eröffnet wird die Präsentation mit einer Vernissage am Samstag, dem 13.02.2010 um 18.00 Uhr. Während der Ausstellung wird eine Duftlesung veranstaltet, in der sinnenfreudig Besucher Essen und Texte passend zu den Düften und Bildern von Serge Lutens und Claudia Weyrich genießen dürfen. Diese Lesung wird veranstaltet von Shiseido.

le_livre_2000Aus der Vielzahl von Möglichkeiten des Lebens, wählten Claudia Weyrich und Jean Paul Raymond Düfte des Parfümeurs Serge Lutens. Nach langer Pause ist dies für die Kölner Künstlerin ein viel versprechender Neustart in die Kunstszene. Dem Thema Düfte einen farblichen, künstlerischen  Ausdruck zu verleihen ist genial und gekonnt umgesetzt, beginnt  eine sinnliche Reise, die allumfassender ist, als der isolierte einzelne ästhetische Reiz.

Jean Paul Raymond, der seit Jahrzehnten seine Glasskulpturen in der gesamten Welt präsentiert, kreierte eigens für diese speziellen Parfumbilder Flakons. Glas vereint Gegensätze, genau darin liegt für den Künstler der Reiz und die Herausforderung sich diesem Material zu widmen.

Eine völlig andere Form der kombinierten Nutzung von Materialen präsentiert Christian Hein. Hierbei wirken die Elemente eher zentrierend. Die Wahrnehmung wird geschärft und man muss schon genau hinschauen. Hein stellt Menschen in alltäglichen Situationen dar und baut scheinbar unverfängliche Details ein, die erst beim konzentrierten Betrachten Widersprüche und Fragen aufwerfen. Durch die Kombination von Ölfarbe auf Textilien gelingt es dem Künstler Räume des Lebens darzustellen.

Stelen01Neben Stoffen, arbeitet Susanne Katharina Opheys mit unterschiedlichen natürlichen Materialien. So stellt die Künstlerin ihre Farben aus ungiftigen Pigmenten und Bindemittel selbst her. Rot spielt in der aktuellen Serie „Monschauer Rot / Spitze“ eine grundlegende Rolle. Durch z.T. fünfzig bis siebzig unterschiedliche rote Farbschichten, in die sie ihre Elemente einarbeitet, bekommen die Arbeiten einen haptischen Charakter. Hinzu wirken das Rot und die meist floralen Motive verlockend. Der Betrachter möchte nicht nur schauen, sondern auch berühren.

Farbe spielt ebenfalls bei den Digital Arts von Steffi Schirioth eine große Rolle. Als die Künstlerin  ihre alten Aktzeichnungen fand, ergab sich für sie eine völlig neuartige Möglichkeit der digitalen Verfremdung. Abfotografierte Collagen dieser alten Arbeiten, werden durch den Computer bearbeitet und bekommen eine neue aktuelle Aussage. Die meist farbintensiven Werke thematisieren durch den Prozess selbst, was sie aussagen möchte. Es geht um Fragen der Fiktion und der Realität. Was ist real, gegenständlich und was ist durch Multimediale Möglichkeiten bereits verfremdet? Wie sieht der Mensch inmitten dieser Entwicklung aus?

Das präsente Erleben und dessen Ausdruck verbindet die ausstellenden Künstler in ihren Themen. Hierbei werden Eindrücke zur Schau gestellt, ohne zu werten. Sie sagen etwas aus, durch Sinnlichkeit, Poesie, sensible Darstellung und Verfremdung. Die Besucher erleben völlig neuartige Ausdrücke von Künstlern, die die Welt um sich herum aufnehmen und ihre Wahrnehmung anderen auf gekonnte Weise zeigen.

Ausstellungsinformationen und Interviews mit den Künstlern: Künstlervorstellung Farb-Stoffe

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