Interview mit der Künstlerin Viola Francke

Im Rahmen des lebeART Kulturförderprogramms präsentiert die Galerie Graf Adolf im zweiten Jahr die offenen Ausstellungswochen.
Im April 2011 werden 3wochen 18künstler ihre Arbeiten präsentieren.

Wir stellen Ihnen im Rahmen dieser Veranstaltung die Künstler im Einzelnen vor:

Viola Francke

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Die Gemälde und Zeichnungen von Viola Francke bewegen sich im Bereich der foto- und hyperrealistischen Malerei. Sie bringt in ihren Werken Pflanzen zum Strahlen und stellt diese in großformatigen Gemälden dar. Die Werke erfreuen jeden Raum und locken den Betrachter, die Dinge und Wesen genauer zu untersuchen. 

Warum machst du Kunst?

Meine Interessen sind Kunst und Naturwissenschaft. Naturwissenschaft habe ich studiert und auch in diesem Bereich gearbeitet. Parallel habe ich mich mit Kunst beschäftigt, vor allem mit der Beobachtung und Darstellung der Schönheit der Natur. Kunst und Naturwissenschaft befinden sich für mich in einem Zusammenhang, in einem Gleichgewicht. Ich habe das Künstlerische in der Wissenschaft gesehen. Nun suche ich die Wissenschaft in der Kunst. Ich gehe also durch die Natur und möchte ihre überirdische Schönheit festhalten und für andere wieder sichtbar machen, indem ich sie genau darstelle.

Welches sind wichtige Stationen deiner künstlerischen Entwicklung?
Ich wollte immer wissen, wie die Dinge genau aussehen. In meiner beruflichen Ausbildung als Chemikerin habe ich die Methoden der Beobachtung gelernt. Aber ich wollte auch darstellen, was ich sehe. 2006 fing ich an zu zeichnen und besuchte parallel die Abendschule der staatlichen Hochschule für bildende Künste - Städelschule - Frankfurt. 2008 begann ich mit der Ölmalerei.

Welche Techniken, Arbeitsmittel und Formate zeichnen deine Arbeiten aus?

Ich bevorzuge Bleistift und Öl auf Papier, Malgrund und Leinwand. Mit beiden Materialien kann ich sehr exakt arbeiten und mein Ziel der überdeutlichen Darstellung erreichen. Ich arbeite in Schichten. Bei den Zeichnungen erhalte ich so eine hohe Feinheit der Zeichnung und einen großen Tonwertumfang und kann damit die dramatische Wirkung erhöhen.
Bei der Ölmalerei wähle ich die altmeisterliche Lasurtechnik. Durch die vielen lasierenden Schichten entsteht das Tiefenlicht und die Transparenz in den Bildern, die ich benötige.
Die Motive meiner Bleistiftzeichnungen und Ölbilder stelle ich vergrößert dar, damit man sehen kann, was mit bloßem Auge schwer zu erkennen ist. Da meine Motive jedoch oft sehr klein sind, bleiben meine Formate trotz Vergrößerung im handlichen Format. Für meine Zeichnungen nehme ich gerne das DIN A2-Format. Die Ölbilder variieren, je nach Motiv, etwas stärker.

Welche Themen und Motive behandelst du in deinen Werken?
Mich interessieren die Themen Strukturen und Licht, beides im Zusammenhang mit der Natur. Ich zeichne vertrocknete Pflanzenteile, die eigentlich weggeworfen werden oder unbeachtet bleiben, um die Schönheit der Strukturen zu zeigen - deshalb auch die starke Vergrößerung. Die Struktur des Objektes steht im Vordergrund, so dass oft nicht sofort deutlich wird, was dargestellt ist. Sie muss studiert werden, damit das Objekt identifiziert werden kann.
In meinen Ölbildern möchte ich das Licht einfangen. Da Licht unsichtbar ist, benötige ich Objekte, um es sichtbar zu machen. Ich habe mir hierfür Blüten ausgesucht, da sie sich hervorragend eignen. Sie besitzen eine gewisse Transparenz, so das man gut mit Durchlicht und Auflicht spielen kann. Zudem bilden sie vielfältige Strukturen und Farben aus.

Was ist das Charakteristische an deiner Kunst?
Das Augenscheinlichste an meiner Kunst ist die Überdeutlichkeit, die fotorealistische Übersteigerung der Motive. Ich zeige nicht einfach die Motive, sondern ziehe eine weitere Ebene ein. Bei den Ölbildern z.B. füge ich das Sonnenlicht hinzu. So erhalte ich die Übersteigerung der normalerweise wahrgenommenen Realität. Blüten werden oft von oben im Auflicht der Sonne gesehen. Ich erreiche durch die Untersicht und das Durchlicht eine Vertiefung der Strukturen und eine Explosion der Farben. Bei den Bleistiftzeichnungen ist es die Vergrößerung und die überdeutliche Ausführung, die den hyperrealistischen Effekt erzielt.

Vielen Dank!

Viola Francke
info@vfrancke.de
www.vfrancke.de

Sie haben die Möglichkeit Arbeiten von Viola Francke in der Zeit vom 09.04.2011 - 30.04.2011 in Galerie-Graf-Adolf zu betrachten.

Weitere Informationen: Offene Ausstellungswochen 2011 in der Galerie-Graf-Adolf

 

galerielogo200

 

 

Graf-Adolf-Str. 18-20
51065 Köln-Mülheim
0221 / 259 19 86
0176 / 240 83 750
info@galerie-graf-adolf.de
www.galerie-graf-adolf.de

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